Eigentlich war das Ziel klar: Hamningberg auf der Varanger Halbinsel. Doch der Norden schreibt seine eigenen Regeln. Wenn Wintersperren Träume bremsen, fängt das „planlose“ Abenteuer erst richtig an. Kommt mit auf unseren Roadtrip durch das eisige Herz Skandinaviens – inklusive Licht-Upgrades, Rentiere beim Frühstück und einem viel zu kleinen Kühlschrank.
Das Licht am Ende des Tunnels
Nach dem Roadtrip ist vor dem Roadtrip. Schon im Januar saßen wir über den Karten und hofften, dass Thor uns im März gnädig gestimmt ist. Bevor es losging, bekam unser Sprinter noch das ultimative „Eisbären-Paket“:

- Mehr Licht: Mit +290 Watt zusätzlicher Lichtleistung (ca. 900m Reichweite!) sind wir jetzt für die dunklen Pisten Lapplands gewappnet.
- Mehr Wärme: Eine frisch reparierte Dieselheizung und eine besser isolierte Heckgarage.
- Mehr Style: Aili hat ihre neue Wintermütze probegetragen – sicher ist sicher, falls die -40 °C Marke geknackt wird! 🐕❄️
2500 km bis zum ersten Schneefall
Die Anreise war ein wahrer Kilometer-Marathon: 10 Stunden deutsche Autobahn, Fähre, schwedische Wälder und die obligatorische Plünderung der „Willy:s“-Supermärkte. 🛒🍥 Kurzzeitig hatten wir Sorge, der Frühling hätte es zu eilig – bei 10 °C im März fühlte sich „Vakkert Frostland“ eher wie „Vakkert Frühlingsland“ an. Doch kaum hatten wir die Grenze zu Lappland in Dorotea passiert, war er da: Der ersehnte Schneefall! 🥳
Lappland-Liebe & Planlosigkeit
Ab hier hieß es: Gang raus, Entschleunigung rein. Wir verbrachten Nächte am Rande von Raketentestgeländen 🚀 (super ruhig!), frühstückten mit Rentieren direkt vor der Tür 🦌 und genossen die Stille, die man nur im Norden findet.

Unser ursprünglicher Plan für Hamningberg? Längst verworfen. Stattdessen ließen wir uns treiben. Wenn man „planlos“ unterwegs ist, wird eben die Suche nach dem nächsten Supermarkt zum Tagesziel – inklusive der Erkenntnis, dass ein 7m Wohnmobil einen viel zu kleinen Kühlschrank für den skandinavischen „Export-Bedarf“ hat! 😂 (Wer wissen will, wie wir 100% Vanillecreme und 96,4% Isbjørn-Bier auf Micha und Mel aufteilen – schaut mal in unsere FindPenguins-Kommentare!)
Das Fazit: Rau, eisig, wunderschön
Die Straßen bestehen hier oben aus zentimeterdickem Eis, eingerahmt von meterhohen Schneewänden. Es ist eine raue, fast unwirkliche Welt, die uns jedes Mal aufs Neue fasziniert. Wir sind zwar am nördlichsten Punkt wieder umgedreht, aber das Gefühl von Freiheit nehmen wir mit Richtung Süden.
Wollt ihr unsere Route „mit Plan los“ vs. „komplett planlos“ sehen? Schaut euch die interaktive Karte und alle Footprints zu unserem Trip direkt auf FindPenguins an!