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into darkness

By Roadtrips No Comments

Im Dezember 2024 machen wir uns auf, um ein weiteres Kapitel unserer Abenteuergeschichte zu schreiben. Unser Reiseziel? Der Polarkreis! Wir sind neugierig, wie es sich anfühlt, in der Polarnacht zu sein und die einzigartige Atmosphäre dieser Region zu erleben. Wir wollen die Stille der Polarnacht spüren und die magische Schönheit der Natur erleben.

Unser Reisetagbuch findet ihr wie gewohnt bei Find Penguins:

Die Reiseroute könnt ihr euch auf uMap genauer anschauen:

Vollbildanzeige

Sjöar, Hav & Fjell: Ein skandinavischer Dreiklang der Freiheit

By Travel No Comments

Drei Worte, eine Reise und unzählige Gänsehautmomente. Unser Roadtrip im Spätsommer 2024 führte uns durch die drei Gesichter Skandinaviens: Die tiefen, stillen Seen Schwedens, die wilde Küste Norwegens und die kargen, majestätischen Weiten des Hochgebirges. Wie immer bei planlos.reisen war der Name Programm – und genau das bescherte uns Momente, die man nicht planen kann.

1. Sjöar: Schwedische und finnische Seen & Wald-Idylle

Unsere Reise begann mit dem Inbegriff von Entschleunigung. In Schweden dreht sich alles um die „Sjöar“ – die Seen. Wir haben uns durch die endlosen Wälder treiben lassen und Stellplätze gefunden, an denen das einzige Geräusch das leise Plätschern des Wassers war.

2. Hav: Wo die Straße das Meer küsst

Nach der Ruhe der Wälder wartete das „Hav“ – das Meer. Die Überquerung der Grenze nach Norwegen ist jedes Mal ein Szenenwechsel der Superlative. Wir haben die salzige Luft und die unendliche Weite des Atlantiks in vollen Zügen genossen – ein krasser, aber wunderschöner Kontrast zur Wald-Idylle.

3. Fjell: Das Dach der Welt

Den krönenden Abschluss bildete das „Fjell“. Es ging steil bergauf in die Welt der Tundra und der ewigen Steine.

  • Wandern mit Aili: Unsere Hündin ist im Gebirge in ihrem Element. Über karge Felsrücken und über Stock und Stein ging es für uns hoch hinaus.
  • Die karge Schönheit: Im Fjell gibt es keine Bäume, die die Sicht versperren – nur Freiheit bis zum Horizont. Wenn man dann bei Sonnenuntergang oben auf dem Hochplateau steht und die Welt unter sich sieht, weiß man, warum man diesen Roadtrip gemacht hat.

Vom stillen See über die wilde Küste bis auf den höchsten Gipfel – „Sjöar, Hav & Fjell“ war eine Reise der Kontraste. Wir sind mal wieder ohne feste Buchungen, aber mit ganz viel Neugier losgefahren und wurden mit den schönsten Plätzen belohnt, die Skandinavien zu bieten hat.

Nordlys & Snø: Unsere Jagd nach dem magischen Grün

By Travel No Comments

Eiskristalle am Fenster, das Knirschen von frischem Schnee unter den Reifen und die bange Frage: Zeigen sie sich heute Nacht? Unser Roadtrip „Nordlys & Snø 2024“ war eine Reise in den tiefsten Winter des Nordens. Wir wollten die Dunkelheit nicht nur aushalten, sondern feiern – und Skandinavien hat uns mit einer Lichtershow belohnt, die wir so schnell nicht vergessen werden.

Snø: Wenn die Welt in Weiß versinkt

Schon die Fahrt Richtung Norden war diesmal ein echtes Abenteuer. Während der Süden noch mit Matsch und Grau kämpfte, empfing uns Lappland mit einer geschlossenen Schneedecke, die alles in Watte packte. Unser Sprinter hat sich tapfer durch die verschneiten Pisten gewühlt, vorbei an gefrorenen Flüssen und Bäumen, die unter der Last des Schnees wie Skulpturen wirkten.

Für Aili war es das reinste Paradies. Als „Schneehund“ in ihrem Element, gab es kein Halten mehr, sobald die Schiebetür aufging. Ob Toben im Tiefschnee oder entspanntes Beobachten der Rentierherden am Wegesrand – die Kälte schien ihr absolut nichts auszumachen (solange wir danach im Womo die Heizung aufgedreht haben!).

Nordlys: Das grüne Wunder am Nachthimmel

  • Die Jagd: Es gehört viel Geduld dazu. Apps checken, Wetterkarten studieren und immer wieder hoffen, dass die Wolken aufreißen.
  • Der Moment: Wenn es dann passiert, vergisst man die eingefrorenen Finger und die Kälte sofort. In diesem Jahr hatten wir besonders viel Glück und konnten einige der intensivsten Polarlichter unserer bisherigen Reisen fotografieren.

Der eigentliche Grund für unsere Reise war die Hoffnung auf die Aurora Borealis. Wer einmal nachts bei -20 °C im Schnee stand und den Kopf in den Nacken gelegt hat, während über einem grüne und violette Schleier tanzen, der weiß: Das ist pure Magie.

Winter-Vanlife: Herausforderung angenommen

Ein Roadtrip bei diesen Temperaturen ist natürlich auch ein Test für das Material. Eingefrorene Leitungen, die ständige Kontrolle der Gasvorräte und das Freischaufeln des Stellplatzes gehören dazu. Aber genau diese Herausforderungen machen das Gefühl von Freiheit bei planlos.reisen aus. Wenn man morgens mit dem ersten Sonnenstrahl auf der glitzernden Schneefläche aufwacht, ist jeder Aufwand vergessen.

North Adventure 23: Einmal Norden und zurück (mit ganz viel dazwischen)

By Travel No Comments

Was passiert, wenn man den Kompass einfach immer Richtung Norden ausrichtet? Man landet im „North Adventure“. 2023 haben wir uns auf eine Reise begeben, die uns alles abverlangt und gleichzeitig alles gegeben hat: endlose Pisten, karge Hochebenen und das unvergleichliche Gefühl, am Ende der Welt angekommen zu sein. Packt die Sonnenbrillen und die Regenjacken ein – wir nehmen euch mit auf unser Nord-Abenteuer.

Die unendliche Weite Lapplands

Schweden hat uns auf diesem Trip mit seiner Weite empfangen. Kilometerlange Straßen, die schnurgerade durch Kiefernwälder führen, bis plötzlich das Fjäll am Horizont auftaucht. Das „North Adventure“ war für uns vor allem eine Reise der Perspektiven. Wir haben Plätze gefunden, an denen Aili kilometerweit rennen konnte, ohne dass uns eine Menschenseele begegnet ist.

Wenn die Straße zum Ziel wird

In Norwegen angekommen, änderte sich die Kulisse: Die Berge wurden steiler, das Wasser tiefer und die Straßen kurviger. Das North Adventure 2023 war geprägt von spektakulären Passstraßen und Tunneln, die uns immer wieder in neue Welten katapultiert haben. Besonders in Erinnerung geblieben sind die Übernachtungsplätze an den wilden Flüssen – dort, wo man das Wasser nachts rauschen hört und morgens als Erstes den Blick auf die schneebedeckten Gipfel wirft.

Abenteuer Alltag: Vanlife pur

Ein solch langer Trip testet auch die Routine. Aber genau das ist es, was wir an planlos.reisen lieben:

  • Kaffee kochen mit dem besten Ausblick der Welt.
  • Kurze Gassirunden, die zu stundenlangen Entdeckungstouren werden.
  • Die Flexibilität, einfach rechts abzubiegen, nur weil der Weg vielversprechend aussieht.

Das North Adventure war kein Sprint, sondern ein Marathon der Eindrücke. Wir haben die raue Natur Norwegens in all ihren Facetten erlebt – mal stürmisch und wolkenverhangen, mal in strahlendem Sonnenschein.

71.000 Kilometer

By ML-T No Comments

„71.000 km und die Anschlussgarantie wird benötigt“

Auf unserem Oster-Ausflug hatten wir erneut Probleme mit dem Verteilergetriebe, beim Versuch den 4×4 zu aktivieren passierte außer einer äußerst beunruhigenden Geräuschkulisse von „unter dem Auto“ nichts. Erst nach mehreren Versuchen war der Allradantrieb aktiv und wir konnten unsere Fahrt über den dänischen Sandstrand fortsetzen. Als ob das nicht schon für genug schlechte Laune gesorgt hat, beschloss der Sprinter fortan beim „rechts“ Blinken den Scheibenwischer anzuschalten. Nach unserer Rückkehr aus dem Osterurlaub hatten wir einen spontanen Termin bei unserem Mercedes-Partner. Zu unserem Glück ist das Autohaus sehr kundenorientiert und ermöglicht uns auch kurzfristige Werkstattaufenthalte. Gestern haben wir den Sprinter nach der Reparatur am Verteilergetriebe und dem Tausch des Lenkstockhebels wieder abholen dürfen. Bleibt zu hoffen, dass es nicht zur Gewohnheit wird alle 2 Monate dreistellige Beträge in die Werkstatt zu schaffen. Den Stellmotor vom Verteilergetriebe übernahm die Hymer-Anschlussgarantie nämlich nicht und somit geht, trotz Mercedes Kulanzanteil, ein nicht unerheblicher Teil der Kosten zu unseren Lasten.

69.000 Kilometer

By ML-T No Comments

Während unseres Skandinavientripps im Sommer 2022 zeigten sich erneut Probleme mit unserem Mercedes (bisher wurde nur das Verteilergetriebe beanstandet, s.u.). An steilen Bergen fehlt dem Sprinter sporadisch Leistung und er „ruckelte“ zwischen 1600 U/min und 2000 U/min ziemlich heftig. Beim anschließenden Werkstattbesuch wurde zunächst das AGR-Ventil gereinigt, einige Tausend Kilometer später musste es dann getauscht werden. 

Der Hymer-Aufbau, abgesehen von den bereits behobenen Problemen mit dem Wassertank und einigen anderen Kleinigkeiten, macht eine wirklich gute Figur. Keine Abnutzung an den Möbeln, die Scharniere schließen wie am ersten Tag und auch die Küchenschublade klappert weiter fröhlich vor sich hin. Einzig die Chromgriffe der Schubladen schlagen Blasen und werden (auf Garantie) getauscht. Inzwischen haben wir die Remis Fahrerhausverdunklung an den Seitenfenstern durch Thermomatten von Projekt Camper ersetzt, diese klappern nämlich während der Fahrt nicht 😉

Für mehr Freiheit und Autarkie auf Reisen tauschten wir, trotz anfänglicher Skepsis, unsere Chemie-Toilette gegen eine Trocken-Trenn-Toilette, was aus heutiger Sicht eine unserer besten Entscheidungen war, denn das nervige Umplanen von Routen entlang der Entsorgungsstationen hat nun ein Ende. Auch die Truma Combi 6 musste einer Combi 6D weichen und somit hat die Suche nach LPG-Tankstellen im Ausland auch ein Ende.

Die Probleme mit dem Thetford-Kühlschrank (verrostete Schrauben am Kühlkörper, übermäßig viel Kondenswasserbildung, sehr unschöne schwarze Verfärbungen am Kühlkörper) wurden zum Teil behoben. Die verrosteten Schrauben und die Tür wurden ersetzt. Durch unseren Händler wurde uns jedoch mitgeteilt, dass die Verfärbungen keine Beeinträchtigung der Funktion darstellen und somit kein Austausch auf Garantie erfolgt. Für unser Winterabenteuer ans Nordkapp im März 2023 ließen wir bei Mercedes noch einen Motorvorwärmer nachrüsten und haben den Frischwassertank mit einer zusätzlichen Heizung (12V-Aqurium-Heizung, spiralförmig direkt um die als erstes zufrierende Wasserpumpe gelegt) ausgestattet. Auch das erwies sich bei -30°C als wirklich gute Idee 😉

Die Werksgarantie ist inzwischen abgelaufen und pünktlich zwei Monate danach, fängt der Sprinter so langsam an, sich in seine Bestandteile aufzulösen. Nach einem (durch Kondenswasser) abgesoffenen Steuergerät, was dazu führte, dass mitten in Lappland das Fahrzeug nicht mehr gestartet werden konnte, verabschiedete sich wenige Kilometer später, einer der zahlreichen Abgassensoren.

Nachdem dies in der heimischen Werkstatt behoben wurde, zeigt nun der Lenkstockschalter erste Altersschwächen, so dass das Rechtsabbiegen unweigerlich mit der Aktivierung der Scheibenwischer einhergeht. Und als wäre das noch nicht genug, hat sich erneut das bereits einmal gewechselte Verteilergetriebe gemeldet. Beim Einlegen des Allrads am Stand wird dies mit ziemlich gruseligen Geräuschen quittiert. Es geht also demnächst erneut in die Werkstatt …

Unser Fazit nach 2 ¼ Jahren:

Der Hymer-Aufbau mit all seiner Technik funktioniert bis auf die bereits genannten Problemchen tadellos. Auch bei -30°C Außentemperatur ist, mit leichten Modifikationen (Tankheizung + zusätzlicher Bodenisolierung in der Heckgarage), der Hymer ein gelungenes Fahrzeug. Das Smart-Battery-System liefert nach reichlich 2 Jahren noch genügend Energie, um auch im skandinavischen Winter 2-3 Tage völlig autark zu stehen. Der Sprinter ist, wenn er funktioniert und keine Sensoren, Steuergeräte oder Verteilergetriebe ausfallen, ein wirklich tolles Fahrzeug. Egal auf welchem Untergrund, ob Schnee, Eis oder Sandstrand, der 4×4 ist überragend und sorgt stets für sicheres Vorankommen, die richtigen Reifen vorausgesetzt. Auf der Autobahn geht’s komfortabel und zügig voran, in Städten und auf engen Waldwegen oder Bergstraßen ist er handlich genug, um entspannt zu manövrieren. Vor Ablauf der Werksgarantie haben wir bei Hymer eine zusätzliche Garantie von 3 Jahren abgeschlossen, was vermutlich die richtige Entscheidung war. Wir hoffen daher, von allzu hohen Kosten verschont zu bleiben.